Der Raucher sieht sich in Deutschland inzwischen einer generellen Ächtung gegenüber, die ihren Ausdruck darin findet, dass er aus dem öffentlichen Raum nahezu verbannt ist. Die Kontaminierung und gesundheitliche Schädigung von Mitbürgern durch Passivrauchen unterbindet der Gesetzgeber seit einiger Zeit durch das Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Bereichen. Selbst die Deutsche Bahn AG wollte da offenbar nicht zurückstehen und verbannt rauchende Reisende auf den Bahnsteigen in abgezirkelte Raucherzonen, die in der Signalfarbe Gelb markiert sind. Hier stehen die Raucher auf wenigen Quadratmetern wie am Pranger zusammen und dürfen – für alle anderen Reisenden sichtbar – ihrem Laster frönen. Nun ist der Raucher an sich ja kein vernunftunbegabtes Wesen, sieht viele der Maßnahmen ein und beachtet selbstverständlich die neuen Vorschriften.

Für den seitens so mancher Zeitgenossen als willensschwach und süchtig definierten, nur an seinem Genuss orientierten Raucher gibt es seit einiger Zeit eine Alternative, die von vielen Tabakkonsumenten begeistert aufgenommen wurde: die E-Zigarette. Sie funktioniert über das Verdampfen von Nikotin und weist zugleich unter anderem eine deutlich geringere Konzentration an schädlichen Nitrosaminen auf. Natürlich ist jedem Raucher klar, dass der Konsum von Tabak die Gesundheit schädigt, gleichzeitig möchten viele ungern völlig darauf verzichten. Viele Raucher haben deshalb bereits den Wechsel zur E-Zigarette vollzogen, sehen sich jedoch nun mit diversen Irritationen konfrontiert, die verunsichern. Zum einen sind dies Bestrebungen der Politik, die E-Zigarette zu verbieten und aus dem Handel zu entfernen, zum anderen sind es diverse Gerichtsurteile, die die Fakten zu diesem Genussmittel nicht berücksichtigen und Verbote aussprechen. Forschungsberichte unabhängiger Institute attestieren der E-Zigarette dagegen durchweg, dass sie weit weniger gesundheitsschädliche Auswirkungen mit sich bringt als die Tabakzigarette.

Worin begründen sich also wahrscheinlich all die Kampagnen, die gegen die Nikotinverdampfer gefahren werden? Es ist kein Geheimnis, dass nicht nur die Tabakkonzerne Milliardenumsätze mit ihren Produkten erzielen, sondern auch der Staat über die Steuereinnahmen bei jeder konsumierten Zigarette kräftig partizipiert und diese Einnahmen eine feste Größe bei der Kalkulation der Staatsfinanzen darstellen. Entgegen allen Äußerungen seitens der politischen Elite, man setze sich dort für die gesundheitlichen Belange der Bevölkerung ein, ist es nur zu offensichtlich, dass die einträglichen Einnahmen durch die Tabaksteuer nicht aufgegeben werden sollen. Die Tabaklobby leistet dazu ihren Beitrag, indem sie ihre Einflussnahme auf die Politik verstärkt und zudem Gerüchte über die E-Zigarette über die Presse lanciert. Es mehren sich jedoch erfreulicherweise unter Journalisten die Stimmen, die diese Zusammenhänge nicht nur thematisieren, sondern sich auch vehement für einen selbstbestimmten Umgang mit einem Genussmittel wie der E-Zigarette einsetzen.

Von ezigi