Wenn man zum ersten Mal an den Begriff „E-Zigarette“ stößt, verbindet man diese unweigerlich an die traditionelle Tabakzigarette und die mit ihr in Verbindung gesetzten Gesundheitsschäden. Jeder weiß, dass das Rauchen krebserregend ist und vielen Organen Schaden zufügt. Gut sichtbar sind auch die eher ungefährlichen aber lästigen Nebeneffekte, wie der Raucherhusten oder die immer gelblicher werdenden Zähne, Fingernägel und Haut. Es ist kein Wunder, dass man am Anfang vor der Elektrozigarette zurückschreckt. Aber wie man weiß, kann der erste Eindruck täuschen.

Die E-Zigarette, gesünder nicht gesund

Die elektronische Zigarette ist kein Zaubermittel, doch es muss klargestellt werden, dass die E-Zigarette viel gesünder als ihr Vorbild ist. Für Kettenraucher kann das eine große Hilfe oder der Anfang vom Ende des Rauchens sein. Selbst wenn Raucher dem Rauchen nicht komplett entsagen wollen, tun sie mit einem Umstieg ihrer Gesundheit einen großen Gefallen. An dieser Stelle, bietet die Elektrozigarette beinahe das Gegenteil zum tabakhaltigen Gegenstück. Sie bietet dem „Dampfer“ ein Gefühl und einen Geschmack ähnlich dem der gewöhnlichen Tabakzigarette. Allerdings verzichtet man auf einen Großteil der negativen Folgen von Tabakverbrennung, wie sehr vielen krebserregenden Schadstoffen und dem Teerhaltigen Rauch.

Schäden durch Tabakkonsum sind belegt

Das Ausmaß an Schäden, welches Tabakzigaretten im menschlichen Körper auslösen, ist kaum vorstellbar und durch zahlreiche wissenschaftliche Studien oft genug nachgewiesen worden. In jedem Jahr sterben ca. drei Millionen Menschen auf der ganzen Welt an den Folgen des Konsums von Tabakzigaretten. Raucher weisen ein höheres Risiko auf an Krebs zu erkranken und sind allgemein körperlich nicht so fit wie Nichtraucher. Die menschliche Lunge ist vom Tabakkonsum am meisten betroffen.

Bei Menschen, die Tabak rauchen, lagert sich eine Teerschicht in der Lunge ab. Die Lunge kann dann nicht mehr all ihre Funktionen erfüllen und kommt nicht den Aufgaben nach, die sie in einem gesunden Körper erfüllen würde. Eine weitere Folge ist die Verengung und Verkalkung der Blutgefäße und Blutkapillare. Dies bringt Herzprobleme, die bei einem gesunden Menschen nicht so früh einsetzen.

Kein Tabak, trotzdem Nikotin

Ein Vorteil der E-Zigarette ist, dass sie ohne viele dieser Nebenwirkungen auskommt und wesentlich gesünder ist. Der Hauptgrund dafür ist, dass die elektronische Zigarette keinen Tabak verbrennt. Das Hauptbestandteil des verdampfenden Liquids ist das Propylenglykol, welches vollkommen ungefährlich ist, das er auch in Cremes, Zahnpasta und anderen Kosmetikartikeln seine Verwendung findet.

Ein weiterer Vorteil ist, dass beim „dampfen“ kein Rauch entsteht, sondern eben nur Dampf. Dieser entsteht während der Erhitzung einer Flüssigkeit, welche im Depot der Elektrozigarette aufbewahrt wird. Die Flüssigkeit enthält meistens eine Dosis Nikotin.

Dies ist der offensichtliche Beweis, dass auch die gesündere Alternative zum Rauchen nicht perfekt, nicht vollkommen gesund ist. Das Nervengift Nikotin ist und bleibt ein Gift und hat seine ganz eigenen Nebenwirkungen. Nikotin kann zu Herzkreislaufstörungen, viel zu hohem Blutdruck und sogar zu einer Verstopfung von Arterien führen. Das Schlimmste ist aber die Tatsache, dass es ziemlich schnell süchtig macht. Nach Angaben der Amerikanischen Herz-Gesellschaft ist die Nikotinsucht, wissenschaftlich gesehen, die mit Abstand am schwersten aufzugebende Sucht.

Das Fazit, elektronisch statt traditionell

Im Endeffekt lässt sich einiges klarstellen. Beim Umstieg auf die E-Zigarette, sollte man sich keine falschen Hoffnungen machen und nicht bei diesem Schritt stehenbleiben. Man sollte das ganze eher als den Anfang vom Weg zum rauchfreien Leben, den Anfang eines gesünderen Lebens sehen. Denn trotz vieler Vorteile, die offensichtlich vorhanden sind, ist die elektronische Alternative nur gesünder, nicht aber gesund. Denn auch sie hat negative Nebeneffekte, welche man nicht unbeachtet lassen sollte.

Es ist jedem natürlich gestattet die Elektrozigarette als Hilfsmittel zu nutzen, um dem Tabak Lebewohl zu sagen. Jedoch ist es dringend empfohlen, direkt nach dem Umstieg endlich einen Schlussstrich zu ziehen und mithilfe von einer immer kleiner werdenden Dosis, auch dem Nikotin den Rücken zuzukehren. Erst dann hat meine seine Sucht besiegt und führt ein wirklich freies und gesundes Leben.

Von ezigi