mit ihrer Einführung in den deutschen Markt schnell in aller Munde gelangte, erfreut sie sich ungebrochener Beliebtheit. Schließlich ist die Zutatenliste der Liquid genannten Verdampferflüssigkeit überschaubar: Sie besteht aus fünf kennzeichnungspflichtigen Komponenten. Eine herkömmliche Zigarette hingegen kann bis zu zweitausend verschiedene, darunter recht nebulöse, Zusatzstoffe enthalten – teils mit unbekannten Auswirkungen auf die Gesundheit.

Definitiv bekannt hingegen ist die Wirkung von Kondensat, im Volksmund auch Teer genannt. Dies ist ein Nebenprodukt, welches bei einem Brennvorgang zwingend anfällt und welches der Raucher herkömmlicher Zigaretten mit dem Rauch einatmet, ebenso wie Kohlenmonoxid. Beide Stoffe gelten als hochgradig krebserregend. Da beim „Rauchen“ der elektronischen Zigarette nicht im eigentlichen Sinne geraucht, sondern d flüssiges Nikotin verdampft wird, entfallen alle schädlichen Nebenprodukte des Verbrennungsprozesses.
Das macht das Dampfen nicht zum „gesunden Rauchen“ – aber durchaus zum gesünderen. Wer ein nikotinhaltiges Liquid wählt, setzt sich immer noch den Gefahren dieses Suchtstoffes aus. Nicotin wird in den Wurzeln der Tabakpflanze erzeugt. Von dort gelangt es in ihre Blätter und dient zur Abwehr von Schädlingen. Dies ist bezeichnend für seine Giftigkeit, und auch auf den Menschen wirkt es als Nervengift.

So wäre es natürlich am gesündesten, gar nicht zu rauchen. Da aber die Abhängigkeit von Nikotin sehr schwer zu überwinden ist, stellt der Gebrauch einer E-Zigarette zumindest sicher, dass der Abhängige seinem Körper eben dem Nikotin nicht noch weitere schädliche Stoffe zuführt. Eine E-Zigarette enthält bis auf das flüssige Nikotin lediglich Wasser, Lebensmittelaromen, Glycerin und als Trägerflüssigkeit Propylenglykol, zugelassen als Lebensmittelzusatzstoff mit der Kennziffer E 1520.

Anders als bei Nikotinkaugummis & Co., die dem Raucher zwar auch sein Nikotin zuführen, liegt ein weiterer Vorteil der E-Zigarette darin, dass ihre Handhabung den klassischen Rauchvorgang imitiert. Die Hände des Rauchers sind beschäftigt, ebenso wie der Mund – er kann an der E-Zigarette ziehen (dadurch wird in der Regel der Dampfmechanismus in Gang gesetzt) und hält etwas in den Händen, das von der Form her und den Ausmaßen nach an eine Tabakzigarette erinnert. Somit kann die E-Zigarette auch aussteigewilligen Rauchern das Rauchen erleichtern, die bislang daran gescheitert sind, dass sie mit Nikotinersatzprodukten das „Raucherfeeling“ vermissen.

Darüber hinaus sind bestimmte Liquids für E-Zigaretten auf dem Markt, die überhaupt kein Nikotin enthalten. Hier geht es lediglich um den Genuss verschiedener Aromen, von fruchtiger Erdbeere über spritzige Limette oder erfrischende Minze bis hin zu süßer Schokolade oder dunklen Caféaromen – eine Geschmacksvielfalt, die eine Tabakzigarette ebenfalls nicht bieten kann.

Von ezigi